Zum Hintergrund der Ausstellung

Der Sammler vor einem seiner Exponate

Die Frage, die mir bei jeder Besichtigung gestellt wird, lautet: Wie kommt man denn dazu, solche Flugzeuge zu sammeln?

Nun gibt es nicht “den Grund”, sondern es kommen einige Faktoren zusammen, die dazu führen:

1. Interesse am Fliegen und an der Technik
Ich selbst fliege seit vielen Jahren als Privatpilot.

2. Eine gewisse Neigung zum Sammeln
Die ist zwar nicht besonders ausgeprägt, aber ich kaufe regelmäßig alte Fluginstrumente und Avionikteile.

3. Kontakte
Kennt man niemand, der solche Teile anbietet oder weiß, wo man sie findet, läuft nichts. Außerdem braucht man noch ein paar Experten, die wissen, wie man alles zusammenbaut oder zum Laufen bringt.

4. Gelegenheit
Es gibt eine interessante Gelegenheit und man nutzt sie.

5. Platz
Die Flugzeuge passen weder in die Garage noch in den Vorgarten, also 1.000 qm müssen es schon sein, besser 2.000 qm.

6. Klar: Geld
Glücklicherweise kosten die ausgemusterten Flugzeuge weniger als 1/300 - 1/500 ihres ursprünglichen Preises. Man bewegt sich also mit dem Schrottpreis auf dem Niveau eines Kleinwagens. Ferrari fahren ist teurer!

Nun geht das Sammeln nicht endlos weiter. Es gibt immer noch ein paar interessante Gelegenheiten, doch haben viele osteuropäische Streitkräfte inzwischen kaum noch russische Flugzeuge in Betrieb. Außerdem: Man muss nicht alles haben.

Jürgen Sanner